Entzündete Analdrüsen beim Hund

By | 13. Mai 2017
www.erwinmueller.de

Entzündete Analdrüsen beim Hund Hund leckt sich am PoWeshalb rutscht ein Hund mit dem Po über den Boden, leckt sich häufig am After oder jagt ständig nach seiner Rute?  Vor allem Besitzer kleinerer Rassen kennen die typischen Symptome, die verstopfte Analdrüsen mit sich bringen, oft nur allzu gut. Der Grund dafür ist schnell gefunden. Die Entzündete Analdrüsen beim Hund gehören zu den besonders weit verbreiteten Hundekrankheiten speziell bei kleineren Hunden. Doch was steckt hinter der Erkrankung? Die Analbeutel des Hundes sitzen links und rechts neben dem After. Das in ihnen enthaltene Sekret wird zur Duftmarkierung eingesetzt. Sind diese Analbeutel jedoch verstopft, staut sich das Sekret an und kann sich vergleichsweise rasch entzünden. In diesem Fall liegt eine klassische Analdrüsenentzündung vor.

Ursachen für Entzündete Analdrüsen beim Hund

In den meisten Fällen wird die Entzündung durch eine Verstopfung oder Verklebung der Analbeutel ausgelöst. Demzufolge kann der Hund das zähflüssige Sekret nicht mehr absetzen und Bakterien haben in der Folge ein leichtes Spiel. Deshalb können sie ihre krankmachende Wirkung ungehindert entfalten. Als mögliche Ursache für eine Entzündung kommt darüber hinaus auch eine Allergie in Frage. Die Allergie betrifft die Haut und die Schleimhaut des Hundes. Des weiteren sollte man auch eine gestörte Drüsenfunktion in Betracht ziehen.

Typische Symptome

medpex Versandapotheke

Das auffälligste Symptom der Krankheit, das Rutschen des Hundes mit dem Po über den Boden, wird allgemein auch als „Schlittenfahren“ bezeichnet. Der Hund versucht auf diese Weise seine Analdrüsen zu entleeren und sich so Linderung zu verschaffen. Des weiteren dienen das Lecken am Po oder auch das Schwanz jagen dem gleichen Ziel. Liegt eine massive Entzündung vor, vermeiden einige Hunde aufgrund der starken Schmerzen auch das Hinsetzen. Außerdem bewegen sie sich insgesamt nur noch eingeschränkt. Der Mensch kann die fortgeschrittene Entzündung in der Regel an der Schwellung oder an der rötlichen Färbung der Analbeutel erkennen. Zur genauen Diagnose setzt der Tierarzt meist neben der optischen Prüfung auch auf ein Abtasten der Analbeutel und den Test der Schmerzempfindlichkeit des Hundes. Andere mögliche Auslöser der Symptome wie zum Beispiel Würmer müssen zudem ausgeschlossen werden.

Behandlungsmöglichkeiten im Akutfall

Für die Behandlung einer akuten Analdrüsenentzündung ist generell der Tierarzt der richtige Ansprechpartner. Nach dem Check des Allgemeinzustandes des Hundes kann dieser schnell für die wirksame Linderung der Beschwerden sorgen. Die erste Maßnahme zur Behandlung der Entzündung ist das vorsichtige Entleeren der Analdrüsen. Ist das Sekret dafür bereits zu hart, verwendet der Tierarzt zum Durchspülen eine spezielle Flüssigkeit. Sie löst die Verstopfung auf. Im zweiten Schritt kommt nun wiederum eine Spülung, diesmal mit speziell entzündungshemmender Wirkung, zum Einsatz. Meist muss diese Behandlung in den nächsten Tagen mehrere Male wiederholt werden. Hat der Hund zusätzlich Fieber, bekommt er in der Regel ein Antibiotika verabreicht.

Entzündete Analdrüsen beim Hund vorbeugen

Mit entzündeten Analdrüsen haben Hunde je nach Veranlagung unterschiedlich häufig zu kämpfen. Besonders kleine Hunderassen sind oftmals anfällig. Um nun der Erkrankung vorzubeugen, kann es unter Umständen sinnvoll sein, die Analdrüsen regelmäßig selbst zu entleeren. Wie die dafür notwendige Massage funktioniert, erläutern und zeigen Tierärzte ausführlich. Auch die erforderliche Hygiene bei der Entleerung wird nur durch die korrekte Vorgehensweise sichergestellt. Tritt die Entzündung trotz dieser Maßnahme weiterhin wiederholt auf, kommt schließlich auch eine chirurgische Entfernung der Analbeutel in Betracht.