Fahrrad fahren mit Hund

By | 16. September 2017
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Fahrrad fahren mit Hund. Hund auf Wiese mit Fahrrad im HintergrundEndlich geht´s auf Tour und ich kann toben!“. Erwartungsvoll wedelt Bello mit dem Schwanz und beobachtet jeden Handgriff seines Herrchens. Während dieser die Leine in der Hand hält, schiebt er das Fahrrad auf den Hof. Startschuss zum Fahrrad fahren mit Hund!

 

Ein Hund braucht viel Auslauf. Das Radeln ist eine ideale Möglichkeit für Hund und Besitzer, gemeinsam die Natur zu erkunden und sich zu bewegen. Fitness pur für beide Seiten! Ob gemütlicher Ausflug oder sportliche Langstreckentour, einige Überlegungen vor Antritt sind äußerst wichtig!

 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

 

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Es ist sehr wichtig, einen gesunden und ausgewachsenen Vierbeiner für die Lauftour auszuwählen. Der kleine Kamerad sollte mindestens ein Alter von eineinhalb bis zwei Jahren aufweisen. Erst zu diesem Zeitpunkt sind – je nach Rasse – Skelett und Knochendichte komplett ausgebildet und gehärtet. Befindet sich der Vierbeiner noch in der Wachstumsphase, ist eine körperliche Überanstrengung vorprogrammiert, die oftmals zu Gelenkproblemen oder Verletzungen führen kann. Mit einer Untersuchung beim Tierarzt sind Sie stets auf der sicheren Seite. Er kann mit seiner Fachkenntnis genau bestimmen, ob der kleine Liebling schon „reif“ für diese Ausflüge ist.

 

Zur Vermeidung von Unfällen muss der Racker auch den Grundgehorsam beherrschen. Zumindest die Kommandos „Bei Fuß“, „Sitz“, „Halt“ oder „Stopp“ sollte er noch vor Antritt der Radtour perfekt verstehen und auch umsetzen können. Hierzu zählt gleichfalls ein sicheres Laufen an der Leine. Sind diese Grundvoraussetzungen vorhanden, rückt das Abenteuer „Fahrrad“ ein Stück näher.

 

Fahrrad fahren mit Hund – was muss ich noch beachten?

 

Ein Blick auf das bevorstehende Wetter ist sehr sinnvoll. Ignoriert man den gemeldeten Regen, der sich unterwegs als starkes Gewitter mit Dauerregen entpuppt, kann das generell negative Einflüsse beim Vierbeiner hervorrufen. Er verbindet das für ihn negative Erlebnis mit dem Fahrrad. Rückt das Fahrrad einige Zeit später wieder in seinen Blickwinkel, versteckt er sich ängstlich unter dem Tisch oder flüchtet in eine schützende Ecke. Natürlich hängt dieses Verhalten stets vom jeweiligen Charakter des Hundes ab und den tatsächlichen „Naturgewalten“. Ein leichter Regen bringt hingegen kaum Probleme. Im Gegenteil! Die meisten Vierbeiner sind wasseraffin und planschen mit Vergnügen in den Pfützen.

 

Im Hochsommer sind längere Touren prinzipiell zu unterlassen. Hunde besitzen nur an den Pfoten Schweißdrüsen. Ihre einzige Möglichkeit, der Hitze zu entkommen, ist das Hecheln. Die Zunge hängt verdächtig aus dem Maul. Unter diesen Bedingungen bedeutet das Radfahren eine enorme Belastung für das Tier. Die Grenze der Temperaturregulierung ist schnell überschritten und die Gefahr eines Hitzschlages besteht.

 

Wie gewöhnt man seinen Hund an das Fahrrad?

 

Der Hund beherrscht die Grundkommandos. Sie als Halter und Ihr kleiner Matz sind also ein eingespieltes Team. Nun muss der Vierbeiner das Objekt „Fahrrad“ näher kennenlernen. Dazu schieben Sie dieses einfach beim Gassigehen einige Male neben sich her. Achtung! Einige Hunde haben Angst, wenn das Rad zu dicht neben ihnen fährt. Sie weichen deshalb zur Seite aus. Manchen Tieren wird das Monstrum zu unheimlich. Sie ziehen wie verrückt an der Leine. Beginnen Sie deshalb ganz langsam und beobachten Ihren Liebling genau. Auch Loben kann Wunder wirken! Setzen Sie sich auf das Rad und lassen es mit einem Fuß in Bodennähe kurz rollen. Der Hund muss wissen, dass er stets auf der rechten Seite laufen soll. Es ist die vom Verkehr abgewandte und sichere Seite. Ein spezielles Markerwort hilft beim Dirigieren. Ein kleines Leckerli unterstützt die Übung!

 

Ausstattung des Fahrrades und Zubehör

 

Hundeleine

 

Neben einem verkehrstüchtigen Fahrrad benötigt der Vierbeiner ein Brustgeschirr. Halsbänder sind ungeeignet, da sie bei Gefahr den Hals einengen können. Die Leine sollte mindestens eine Länge von zwei Metern besitzen, um reichlich Freiraum zu bieten. Im Handel sind spezielle Fahrradleinen erhältlich, die bei erhöhter Zugkraft des Hundes dämpfend wirken beziehungsweise die Verbindung mittels Klettverschluss komplett unterbrechen.

 

Prinzipiell kann der Hund beim Radfahren an der Leine geführt werden. Allerdings darf diese keinesfalls am Fahrradlenker befestigt werden. Bleibt der Hund plötzlich stehen, drohen schwere Stürze! Hier empfiehlt es sich, die Leine locker mit zwei vom Lenkrad abgespreizten Fingern zu halten. Zerrt der Hund, ist ein Loslassen der Leine jederzeit möglich.

 

Abstandhalter am Fahrrad – Sprinter

 

Ein Sprinter am Rad ist eine metallhaltige Befestigung, die zur Anleinung des Hundes dient. Er wird am rechtsseitigen, hinteren Fahrradgestell montiert und sorgt für ausreichend Abstand zwischen Hund und Fahrrad. Zudem gleicht er ruckartige Bewegungen des Vierbeiners aus.

 

Der Sprinter bringt weitaus mehr Sicherheit. Der Hund ist angeleint, Sie haben beide Hände frei und Ihr Liebling hält den notwendigen Abstand zum Rad ein.

Fahrrad fahren mit Hund – Gefahren im Straßenverkehr!

 

Auch wenn der Hund auf der vom Verkehr abgewandten Seite läuft, sollten unbedingt dicht befahrene Straßen gemieden werden. Das Laufen auf der Straße bringt dem kleinen Kerl eh mehr Stress als Freude. Der Asphalt schadet Gelenken und Pfoten. Die in Augenhöhe befindlichen Abgase beschweren das Atmen und können weiterhin Augenentzündungen hervorrufen.

 

Ist ein Fahrrad fahren mit Hund im Dunkeln unumgänglich, sollte der Hund mit Reflektoren ausgestattet werden. Eine Art Weste mit Blinklicht sorgt für zusätzliche Sicherheit. Ebenso wichtig ist eine reflektierende Hundeleine. Auf diese Weise wird anderen Verkehrsteilnehmern verdeutlicht, dass es sich um ein „Gespann“ handelt. Die Reflektion zeigt an, dass der Hund zum Rad gehört und eine „Durchfahrt“ zwischen Mensch und Tier nicht möglich ist.

 

Fahrrad fahren mit Hund – Welche Rassen sind ungeeignet?

 

Nicht jeder Vierbeiner kommt mit dem Rad gut zurecht. Hunde mit sehr kurzen Beinen, wie beispielsweise Beagle, Yorkshire Terrier, Zwergpudel oder Chihuahua sind weniger geeignet. Sie müssten ihre Schrittzahl fast verdreifachen, um wenigstens auf eine Radgeschwindigkeit im Spaziertempo zu kommen. Auch für schwergewichtige Vertreter ab ungefähr 20 Kilogramm ist diese Beschäftigung nachteilig. Große Artgenossen belasten dadurch ihre Gelenke in höherem Maße als leichtere Vierbeiner.

 

Weiterhin sind Mops und Französische Bulldoggen züchtungsbedingt mit kurzen Nasen ausgestattet. Das führt wiederum zu Atemwegsproblemen. Eine Fahrradtour kann somit schnell zur Qual werden.

 

Routenplaner und Geschwindigkeit

 

Sollte der kleine Kerl schon nach kurzen Strecken das Interesse verlieren oder gar völlig außer Atem sein, ist die ganze Angelegenheit nochmals zu überdenken. Vielleicht ist die Sache mit dem Fahrrad für ihn doch nicht so toll! Der vierbeinige Begleiter sollte stets selbst das Tempo bestimmen.

 

Ansonsten ist es ratsam, die Routen so zu wählen, dass ausreichend Wasserstellen vorhanden sind. Der Hund kann trinken oder gleich ins kühle Nass springen. Bieten Sie viele Pausen an! Einerseits zur Erleichterung; andererseits braucht der kleiner Racker auch Gelegenheit zum Schnüffeln.

 

Vorsicht bei der magischen Temperatur ab 15° Celsius! Beim Gassigehen kein Problem, doch Radfahren erfordert mehr Energie. Der Hund besitzt ein Ganzkörperfell und kann die Temperatur nur durch Hecheln beeinflussen. Deshalb sollten die Fahrradtouren im Sommer nur am frühen Morgen oder am späten Abend stattfinden.