Hirschlausfliege beim Hund – Was ist das für eine Fliege

By | 6. April 2019
Hirschlausfliege beim Hund. Jack Russell Terrier und Nova Scotia ducking Retriever auf einem hölzernen Pier am Waldsee


Gerade im Sommer leiden die Hunde oft unter Zecken, Grasmilben, Bremsen und anderen Plagegeistern. Jetzt kommt noch ein Schmarotzer hinzu, die Hirschlausfliege beim Hund. Dieses Tierchen ist weitgehend unbekannt, doch die Stiche oder Bisse können für Hunde recht gefährlich werden.

Wie sieht die Hirschlausfliege beim Hund eigentlich aus?

Das Aussehen erinnert sehr stark an eine normale Stubenfliege, wenn Sie jedoch genau hinsehen ist ein spitzer Stechrüssel und Haken an den sechs Beinen zu erkennen. Die Hirschlausfliege beim Hund zeigt eine rotbraune Farbe und dieses Tierchen ist etwa sechs Millimeter groß. Diese kleinen Plagegeister leben im Wald, man findet sie meist im August und September. Der Winter ist mild und das Aufkommen nimmt immer mehr zu. Diese Parasiten sind aber auch bereits im Frühjahr zu entdecken, meist halten sie sich in Kiefern-, Eichen- oder Mischwäldern auf. Im Prinzip ist das Insekt auf Waldbewohner spezialisiert, Rehe, Wildschweine oder Hirsche werden sehr oft befallen. Wenn das Tierchen zugebissen hat, bleibt der Parasit auf dem Wirt. Hier legt das Weibchen Larven ab und die verpuppen sich dann später am Waldboden. Die Larven brauchen jedoch viel Wärme um sich zu vermehren. Dieser Blutsauger sieht also aus, wie eine Zecke mit Flügeln.

Hirschlausfliege beim Hund. 2 Hunde beim spielen, ein Basenji jagt einen Galgo

Die Hirschlausfliege beim Hund ist sehr gefährlich

Sie sollten diesen Parasit sehr ernst nehmen, diese kleinen Blutsauger können viele Krankheiten übertragen. Wenn Ihr Hund gebissen wurde, schwellen die Bissstellen an, ähnlich wie bei einem Bluterguss. Diese Stellen jucken fürchterlich und sind sehr schmerzhaft. Aber auch Hautausschläge können auftreten, jedoch erst nach einigen Tagen, da das Gift über die Lymphdrüsen ausgeschieden wird. In der Hauptsache besteht aber die Gefahr von der Übertragung von Krankheiten.

Wie werden Hunde die Parasiten wieder los?

Diese Plagegeister sind sehr schnell, sie einzufangen ist deshalb nicht ganz einfach. Um die Tierchen aus dem Fell des Hundes herauszubekommen, kann ein Nissenkamm helfen. Sollte der Befall allerdings schon gewisse Ausnahme angenommen haben, hilft nur die radikale Abspritz-Methode. Das wird Ihrem Hund sicher nicht gefallen, aber es ist eine wirksame Methode, um die Tierchen mit dem Wasserschlauch aus dem Fell zu entfernen. Sollten jedoch die Symptome sehr stark sein, müssen Sie einen Tierarzt aufsuchen.

Hirschlausfliege beim Hund. Brauner und grauer Hunde der Rasse Whippet im Park

Kann man vorbeugen?

Brechen Sie nicht in Panik aus, diese Plagegeister können zwar Krankheiten hervorrufen, sie müssen aber nicht. Dennoch sollten Sie vorbeugen, Mittel gegen Flöhe zeigen recht gute Erfolge. Teebaumöl, Lavendelöl, Zimtöl oder Rosmarinöl mögen diese Peiniger auch nicht und auch Katzenminze kann ein vorbeugendes Mittel sein. Für den Hund ist es sehr hilfreich, ein Halsband mit dem Öl zu beträufeln. Nach dem Biss kann Ringelblumensalbe helfen und kühlende Gels zeigen ihre Wirkung. Zeigen sich großflächige Hautreizungen, kann eine Auflage mit Heilerde eingesetzt werden. Der Biss ist recht schmerzhaft, Sie werden es sofort merken, wenn Ihr Hund gebissen wurde. Er verhält sich unruhig und teilweise springt er auf, als sei er von der Tarantel gestochen.

Menschen werden nur selten befallen, diese Fliege sieht den Menschen nicht als geeigneten Wirt. Den Hund sollten Sie jedoch im Auge behalten und dem Parasiten möglichst aus dem Wege gehen. Wenn Sie beispielsweise feststellen, dass in einem Wald sehr viele dieser Plagegeister zu finden sind, meiden Sie einfach dieses Waldstück. Dieser Parasit ist nämlich nicht im ganzen Wald aktiv, Sie können diesen Plagegeistern durchaus ausweichen.