Hundefutter selber kochen

By | 16. September 2017
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Hundefutter selber kochen. Zwei weiße Hunde mit Kochmütze Kommerzielle Hundefutter werden aufgrund der vielen Zusatzstoffe heutzutage immer kritischer gesehen. Auch der z.T. geringe Anteil von Fleisch und die fehlende Frische der Zutaten überzeugen immer weniger Hundebesitzer. Entsprechend möchten zunehmend mehr Menschen Hundefutter selber kochen.

Hundefutter selber kochen: Vor- und Nachteile

Vorteile

  1. Hundebesitzer erhalten die volle Kontrolle über die Zutaten, die in der Futterschüssel ihres Lieblings landen. Die Herkunft der einzelnen Zutaten kann nachvollzogen werden.
  2. Wer Hundefutter selber kochen möchte, vermeidet die vielen Chemikalien, Konservierungsstoffe und Füllstoffe, die sich im kommerziellen Hundefutter finden lassen.
  3. Hausgemachtes Hundefutter kann ideal an die Bedürfnisse und den Geschmack des Hundes angepasst werden. Hunden mit Übergewicht, Allergien, Nieren- und Gelenkproblemen bzw. Diabetes kann durch selbst gekochtes Hundefutter ideal geholfen werden. Übrigens kann das Futter auf Welpen, Senioren und trächtige Hündinnen perfekt abgestimmt werden.
  4. Selbst gekochtes Futter für die Fellnasen ist also hochwertiges Futter, das sich auf lange Sicht auch finanziell rechnet. Die meisten Hundefuttermarken auf diesem Qualitätsniveau sind sehr teuer. Zudem unterstützt eine gesunde Ernährung die Gesundheit des Hundes, so dass Besuche beim Tierarzt oftmals reduziert werden können.

Nachteile

Auch wenn viele Hundebesitzer das Hundefutter selber kochen, sollten sie sich bewusst sein, dass es nicht nur Vorteile gibt. Sie stellen sich einer besonderen Verantwortung.

  1. Hundefutterrezepte müssen natürlich die Nährstoffanforderungen der Hunde erfüllen. Die Mahlzeiten müssen gut ausgewogen sein und das richtige Maß an Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten, Mineralien, Vitaminen und Wasser bereitstellen.
  2. Die Kalorienmenge und die Portionsgrößen müssen passen.
  3. Zudem gibt es Lebensmittel, die unbedingt vermieden werden sollten, da sie für den Hund nur schwer zu verdauen sind. Des weiteren sind sie schwer abzubauen.
  4. Infolgedessen ist es wichtig, den Speiseplan für den Hund mit einem Tierarzt oder Ernährungsspezialisten zu besprechen. Weiterhin sollten die Gesundheit und das Aussehen des Hundes genau beobachtet werden. Dazu lohnt es sich, ein Tagebuch für die Fütterung zu führen.

Wie bestimmt man die richtige Futtermenge?

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Die Bestimmung der richtigen Futtermenge ist nicht ganz einfach und richtet sich auf die Bedürfnisse des Hundes. Dabei sind die Größe bzw. das Gewicht des Hundes und sein Aktivitätsniveau entscheidend. Viele Kochrezepte für Hundespeisen gehen von etwa einem guten Drittel Fleisch, sowie jeweils einem knappen Drittel Gemüse (und Obst) und Füllstoff (z.B. Reis) aus. Einige Hundebesitzer nehmen zwei Drittel Fleisch mit 1/3 Gemüse und Füllstoff.

Die Futtermenge beträgt etwa zwischen vier und sechs Prozent des Körpergewichts des Hundes. Übergewichtige Hunde sollten im unteren Bereich, untergewichtige bzw. sehr aktive Hunde im oberen Bereich gefüttert werden. Wichtig sind jedoch Erfahrungswerte. Insbesondere in den ersten Wochen und Monaten sollte besonderes Augenmerk auf das Gewicht des Hundes gelegt und die Menge bei Bedarf angepasst werden. Daher ist ein Tagebuch, in dem die einzelnen Mahlzeiten und das Körpergewicht des Hundes erfasst werden, ein wichtiger Bestandteil.

Einseitige Fütterung vermeiden

Wer Hundefutter selber kochen möchte, muss ausgewogene und abwechslungsreiche Mahlzeiten bieten, damit es nicht zu Mangelerscheinungen kommt. Es gibt bestimmte Nahrungsmittel, die sehr häufig verwendet werden können, um den Hund optimal mit Nährstoffen zu versorgen. Viele Fleisch-, Fisch- und Gemüsesorten, als auch einige Früchte können bedenkenlos gefüttert werden. Abwechslung ist somit kein Problem. Schweinefleisch (auch Wildschwein) darf nur verfüttert werden, wenn es gekocht wurde aufgrund von Trichinen bzw. dem zumeist tödlich verlaufenden Aujeszky-Virus. Einmal die Woche können Innereien und ein Ei verabreicht werden. Diverse Öle und Fette sollten ebenfalls Verwendung finden.

Hundefutter selber kochen: Rezepte

Hühnerbrustmenü für einen Hund mit einem Körpergewicht von 25 kg:
  • 250 g Hühnerbrust
  •  2 EL Olivenöl
  • 1 Karotte
  • 1 Zucchini
  • 200 g gekochten Vollkornreis
  • 5 g Knochenmehl

250 g Hühnerbrust in 2 EL Olivenöl anbraten. 1 Karotte mit einer Zucchini zerkleinern und zur Hühnerbrust in die Pfanne geben und mitbraten. 200 g gekochten Vollkornreis mit dem Fleisch und Gemüse vermengen. 5 g Knochenmehl untermischen.

Hundefutter selber kochen Hühnerbrustmenü für Hunde

Rinderlungenmenü für einen 30 kg schweren Hund:
  • 250 g Rinderlunge
  • 125 g Reis
  • 250 ml Wasser
  • 1 Karotte
  • 1 Apfel
  • 1 EL Olivenöl

250 g Rinderlunge in kleine Happen schneiden und mit 125 g Reis in 250 ml Wasser für eine Dauer von etwa 20 Minuten kochen. In den letzten 10 Minuten eine Karotte mit kochen. Karotte herausnehmen und zusammen mit dem entkernten Apfel pürieren. 1 EL Olivenöl hinzufügen. Alle Zutaten miteinander vermischen und abkühlen lassen.

Hundefutter selber kochen Rinderlungenmenü für Hunde

Was ist Barfen?

Eine weitere Alternative zum kommerziellen Hundefutter stellt das Barfen dar. Barf wird heutzutage im Deutschen als „Biologisches artgerechtes rohes Futter“ oder „Biologisch artgerechte Rohfütterung“ verstanden. Dabei wird dem Hund rohes Fleisch verfüttert in Ergänzung mit Gemüse (und Obst). Einige Hundehalter verfüttern zusätzlich Füllstoffe. Sie geben ihren Hunden etwa 1/3 rohes Fleisch und fleischige Knochen, 1/3 Kohlenhydrate und 1/3 Pflanzliches (75% Gemüse und 25% Obst).

Andere möchten keine Füllstoffe verfüttern, da sie sich noch stärker an der Ernährung der Wildhunde und Wölfe orientieren wollen, die in der freien Natur keine kohlenhydratreichen Nahrungsmittel zu sich nehmen. Ihr Speiseplan für ihre Fellnasen beinhaltet 80% Fleisch und 20% pflanzliche Nahrungsmittel. Beim Barfen füttert man i.d.R. etwa zwei bis vier Prozent des Körpergewichts des Hundes, bei Welpen ca. 10%. Um Nährstoffdefizite zu vermeiden und einen besseren Überblick zu behalten, gibt es im Internet eine große Anzahl von Barf-Rechnern. Zudem sollte beim Barfen ein Ernährungstagebuch geführt werden.

Barf-Rezepte

Rindfleischmenü für einen 20 kg schweren Hund:
  • 350 g durchwachsenes Rindfleisch
  • 1 Karotte
  • Salat
  • Rote Beete
  • 1 Apfel
  • 1 TL Naturjoghurt
  • 1 Eigelb
  • 1 TL Lachsöl

350 g durchwachsenes Rindfleisch mit einer pürierten Karotte vermischen. Hinzu kommen etwas klein geschnittener Salat, Rote Beete und 1 Apfel. Das Ganze wird mit 1 TL Naturjoghurt, 1 Eigelb und 1 TL Lachsöl abgerundet.

Blutwurstmenü für einen 10 kg schweren Hund:
  • 100 g Kartoffeln
  • 100 g Blutwurst
  •  50 g Hüttenkäse
  • 8 EL pürierten Möhren
  • 1-2 TL Distelöl

100 g Kartoffeln schälen und kochen. 100 g Blutwurst würfeln. Die zerdrückten Kartoffeln mit der Blutwurst, 50 g Hüttenkäse, 8 EL pürierten Möhren und 1-2 TL Distelöl zusammen mischen.

Rezepte für Leckerlis

Knusperleckerlis:
  • 500 g Weizenmehl
  •  120 g Haferflocken
  • 30 g Griebenschmalz
  • ½ l Fleischbrühe

500 g Weizenmehl werden mit 120 g Haferflocken und 30 g Griebenschmalz vermischt. Hinzu kommt etwa ein ½ l Fleischbrühe, so dass sich der Teig gut kneten lässt. Nun kann der Teig ausgerollt werden bis er etwa 0,5 cm dick ist. Danach lassen sich Figuren ausstechen, die schließlich bei 150 °C für 2 bis 2,5 Stunden im Backofen verbleiben, bis sie knusprig und braun sind.

Hundefutter selber kochen Knusperleckerlis für Hunde

 

Fischkekse:
  • 1 Ei
  • 100 g püriertes Fischfleisch
  • 250 g Mehl
  • 1 EL Olivenöl
  • Petersilie

Ein rohes Ei mit Schale fein pürieren. 100 g püriertes Fischfleisch, 250 g Mehl, 1 EL Olivenöl werden mit etwas Petersilie unter das Ei gemischt. Dann sollte ein fester Teig geknetet werden, der etwa 1 cm dick ausgerollt wird. Nachdem Figuren ausgestochen wurden, sollten diese im vorgeheizten Backofen bei 180 °C knusprig gebacken werden.

Hundefutter selber kochen Fischkekse für Hunde