Hundetrick

By | 1. Juli 2017
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Hundetrick Hund gibt Menschen High FiveMit einem Hund kann man viele coole Sachen machen, die weit über das Erlernen der einfachen Basics gehen. Die Vierbeiner sind sehr neugierig und brauchen viel Unterhaltung, weil ihnen sonst schnell langweilig wird. Und bei Langeweile kann es schnell mal passieren, dass das Kissen oder der Teppich dran glauben muss und zerbissen wird. Um das zu vermeiden, ist das Lernen von einem Hundetrick eine gute Lösung.

Positive Effekte durch Hundetricks

Ob High Five, Leckerli balancieren und fangen oder Slalom durch die Beine – Hundetricks haben viele positive Ergebnisse: Durch regelmäßiges Üben bleibt der Hund körperlich fit und trainiert seine Beweglichkeit. Besonders für Jagdhunde oder welche mit einem ausgeprägten Hütertrieb ist das eine gute Abwechslung. Auch geistig wird der Hund gefordert. Daneben ist das Zusammenspiel von Hund und Mensch gut für die Beziehung zueinander.

Die richtige Lernumgebung und Grundregeln

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Für den Anfang ist es wichtig, dass der Hund keine Ablenkung hat. Deshalb sollte man sich ein ruhiges Plätzchen aussuchen und dort einen Hundetrick so lange üben, bis der Hund diesen beherrscht. Ist das der Fall, kann dann ein wenig Ablenkung eingebaut oder an einem unruhigeren Ort geübt werden. So lernt der Hund nach und nach, auf die Zeichen seines Herrchens zu achten und den Hundetrick zum richtigen Zeitpunkt zu zeigen.

Nicht jeder Hund ist mit jeder Methode zufrieden. Deshalb sollten die Methoden dem Hund angepasst werden und nicht andersrum. So kann herausgefunden werden, was für eine Belohnung am besten für den eigenen Hund ist. Die einen wollen dafür ein Leckerli haben, andere lieber gestreichelt werden und wiederum andere wollen noch mehr spielen. Dabei ist ein Leckerli nicht unbedingt gleich ein Leckerli. Denn was der Hund unter seiner persönlichen Lieblingsbelohnung versteht, kann sich stark unterscheiden. Ein Spielzeug kann genauso gut ein Leckerli für ihn sein. Welches Leckerli den eigenen Hund am besten pusht, sollte deshalb am besten schnell herausgefunden werden. So steht dem Lernen von einem komplizierteren Hundetrick nichts im Wege. Bei dem Üben von ruhigeren Tricks sollte das Belohnen mit einem Spielzeug vermieden werden, da der Hund dadurch aufgedreht reagieren kann.

Wenn der Hund keinen Spaß an einem Trick hat, dann sollte er auch nicht dazu gezwungen werden. Bei solchen Tricks verliert er dann schnell das Interesse und es macht beiden Seiten keine Freude. Er sollte auch nicht überfordert werden, indem er einen Trick zu schnell lernen soll oder zu viele auf einmal. Jeder Hund hat sein eigenes Tempo, das eingehalten werden muss, damit der Hund erfolgreich lernt und dabei noch Spaß hat.

So wird ein Hundetrick beigebracht

Die Tricks sind für Hunde nicht immer leicht zu erlernen. Deshalb ist es wichtig, dass man dabei schrittweise vorgeht und den Hund nicht überfordert. Er muss verstehen, was sein Herrchen von ihm will. Dadurch verliert er auch nicht schnell wieder das Interesse und wird unaufmerksam. Damit der Vierbeiner einen Trick erlernt, muss er zuerst in eine Ausgangsposition gebracht werden. Von dort aus wird er mithilfe der Hand oder Leckerlis in die gewünschte Richtung oder Körperhaltung gebracht. Wenn er anfängt, die richtige Bewegung zu machen, dann wird er entsprechend gelobt. Natürlich dauert es einige Zeit, bis der Hund einen Trick wirklich richtigmacht – je nach Hund mal länger, mal kürzer.

Jeder Trick sollte mit einem anderen Kommando oder einem Handsignal verbunden werden. Dieses muss dann direkt schon beim Beibringen des Tricks gesagt werden. So kann der Hund – wenn er mehrere Tricks draufhat – auf jedes Handsignal oder Kommando mit dem richtigen Trick reagieren.

Basistraining vor dem Hundetrick

Wer mit seinem Hund bei null anfängt, kann einige Übungen als Basistraining nehmen. Die Übungen sind keine richtigen Tricks, sondern eine gute Grundlage dafür. Wenn der Hund diese „Tricks“ dann beherrscht, wird es ihm bei vielen Hundetricks leichter fallen, sie auch schnell zu lernen. Diese Übungen gehören zu dem Basistraining:

  • Target-Training
  • Jackpot
  • Klicker-Training

Target-Training

Bei dem Target-Training wird dem Hund beigebracht, dass er etwas mit der Schnauze oder mit der Pfote antippen soll. Dafür wird ein sogenannter Targetstab gebraucht. Der Targetstab kann in einem Geschäft für Hundebedarf gekauft werden oder aber auch ganz schnell und einfach selbst gemacht werden. Dafür kann so ziemlich alles dienen: eine Radioantenne, ein Stock oder ein umgedrehter Kochlöffel. Das Ende wird mit blauem Klebeband umwickelt, weil Hunde die Farbe Blau am besten sehen können.

An stupsen mit der Nase

Bei dem Target-Training wird der Stab auf nasenhöhe etwa einen Meter vor dem Hund gehalten. Ganz neugierig kommt der Hund dann näher und schnuppert daran. Sobald er den Stab mit der Nase berührt, wird er gelobt und erhält eine Belohnung. Das wird dann solange wiederholt, bis der Hund es draufhat. Wenn der Hund das nicht machen will, kann ein wenig Leberwurst auf die Spitze geschmiert werden. Das funktioniert natürlich mit allem, was der Hund gerne isst. Mit der Zeit kann dann immer weniger Lockmittel benutzt werden, bis keins mehr gebraucht wird. Als nächstes wird der Target-Stab an verschiedene Gegenstände gehalten, damit der Hund den Stab dort anstupst. Wenn diese Übung sicher klappt, ist der letzte Schritt, dass mit dem Stab an einen Gegenstand getippt wird und der Hund diesen Gegenstand dann auch mit seiner Nase anstupst.

An stupsen mit der Pfote

Mit der Pfote sieht das Ganze ähnlich aus. Hier sollte aber eine kleine Vorübung gemacht werden. Dafür wird das Leckerli sichtbar in die Hand gelegt und die Hand zu einer Faust geballt. Wenn der Hund irgendwann mit der Pfote die Hand berührt, wird die Hand geöffnet, damit er das Leckerli bekommt. Weil der Hund das wahrscheinlich immer mit derselben Pfote machen wird, kann das Leckerli auch mal in die andere Hand gelegt werden. Hier muss der Vierbeiner die Hand mit der anderen Pfote berühren. Dann wird wieder ein Target-Stab hinzugenommen. Er sollte sich von dem ersten sichtbar unterscheiden und eine flache Fläche zum „Draufpatschen“ haben. Dann werden die Übungen wie beim Antippen mit der Nase wiederholt, nur dass der Hund alles mit der Pfote antippt.

Jackpot

Der Jackpot ist die ultimative Belohnung für den Hund. Sein Lieblingsleckerli oder gleich eine ganze Hand davon. Eine Kiste voller Spielsachen, eine bestimmte Reaktion des Herrchens… Für jeden Hund natürlich unterschiedlich. Wer den Jackpot seines Hundes kennt, kann damit gut den Lernfortschritt eines Hundes unterstützen. Er ist angebracht, wenn der Vierbeiner einen großen Fortschritt und nicht nur kleine Schritte macht. Das motiviert ihn umso mehr. Natürlich darf der Jackpot nicht zu oft benutzt werden – nur zu besonderen Anlässen – und sollte – für den Fall – immer griffbereit sein.

Klicker-Training

Bei dem Klicker-Training kommt der Klicker und Leckerlis zum Einsatz. Hier wird dem Hund beigebracht, dass ein Klick etwas ganz Tolles ist und schließlich als Belohnung für ihn dient. Der Vorteil von einem Klicker als Belohnung ist der, dass die Belohnung sofort auf das richtige Verhalten angewandt werden kann. Der Klicker wird in die eine Hand genommen und ein Leckerli in die andere. Dann wird der Hund gerufen und sobald er das Leckerli nimmt, wird geklickt. Diese Übung sollte mehrmals täglich für einige Minuten gemacht werden. Zuerst wird dieses Klicken keine Bedeutung für den Hund haben, aber bei regelmäßiger Wiederholen fängt er an, mit dem Klicken die Belohnung zu verbinden.

Im nächsten Schritt wird zuerst geklickt. Da der Hund dieses Geräusch nun mit der Belohnung verbindet, kommt er von alleine, und wenn er da ist, bekommt er das Leckerli. Wenn er nicht kommt, muss der erste Schritt wiederholt werden. Ganz wichtig ist: Wenn der Hund nicht von alleine kommt, muss das Training trotzdem mit einem Erfolgserlebnis für ihn zu Ende gehen.

Hat der Hund den zweiten Schritt drauf, kann mit einem richtigen Hundetrick angefangen werden. Wer seinem Hund noch weiter beibringen will, das Klicken als Belohnung zu sehen, kann neben dem Leckerli immer noch das Klicken als Unterstützung auf ein richtiges Verhalten des Vierbeiners benutzen.

Welche Tricks der Hund lernen kann

Im Prinzip gibt es keine Grenzen, was der Hund alles für Tricks lernen kann, solange die Grundregeln beachtet werden. Natürlich hat ein Hund irgendwo auch seine körperlichen Grenzen oder mag einige Tricks nicht so gerne – darauf sollte unbedingt geachtet werden. Anfangen sollte man auch mit einem leichten Hundetrick und dies dann immer weiter steigern. Hier sind die drei Klassiker Pfötchen geben, High Five und Männchen machen, die jeder Hund ganz einfach lernen kann.

Pfötchen geben

Bei dem Pfötchengeben gibt es wie bei den meisten Tricks unterschiedliche Varianten, es dem Hund beizubringen. Zuerst bringt man den Hund zum Sitzen, dann wird die Pfote entweder selbst in die Hand genommen und das passende Kommando gesagt oder es wird ein Leckerli hochgehalten und die Pfote sanft angetippt. Wenn der Hund diese hebt, nimmt man sie in die Hand und sagt auch das Kommando.

High Five

Nach dem Pfötchen geben kann dieser Hundetrick recht leicht beigebbracht werden. Die Hand wird dabei senkrecht gehalten. Dann wird dieselbe Methode angewandt, die beim Pfote geben am besten geklappt hat. Der einzige Unterschied ist, dass die Pfote nur kurz die Hand berührten soll.

Männchen

Für das Männchenmachen muss der Hund sitzen. Dann wird er mit der Hand nach oben und hinten gelockt, damit er sich auf die Hinterbeine setzt. Die Hand darf aber nicht zu weit nach oben gehoben werden, sonst stellt der Hund sich hin.