Husten beim Hund

By | 13. Mai 2017

Husten beim HundHusten beim Hund, wie macht sich dieser bemerkbar? Als erstes müssen natürlich die Symptome genau beobachtet werden. Wie lange dauert der Husten, wie oft hustet das Tier und mit welcher Intensität. Geht der Husten mit einer Schleimabsonderung einher, oder handelt es sich eher um einen trockenen Husten und zu welcher Tageszeit tritt dieser vermehrt auf? Glücklicherweise besteht nicht bei jedem Husten ein Grund zur Besorgnis. Es kann auch ein Fremdkörper in die Atemwege geraten sein, den das Tier kurzfristig abhustet.

Mögliche Ursachen für Husten beim Hund

Es kann sich um das Anfangsstadium einer Atemwegsentzündung handeln, um eine beginnende Bronchitis, in Verbindung mit einer Erkältung. Mit der Gabe von Vitaminen, guten Omega-3-Fettsäuren und kurzen Spaziergängen an der frischen Luft, sollte das Immunsystem gestärkt werden und der Hund bald wieder fit sein.

Sollte der Husten beim Hund länger als eine Woche anhalten, von feuchtem Auswurf begleitet oder gar rasselnde Geräusche beim Atmen zu hören sein, ist auf jeden Fall der Tierarzt zu konsultieren. Denn es kann sich auch um eine Lungenentzündung (Antibiotika muss verabreicht werden) oder eine Herzerkrankung im fortgeschrittenen Stadium handeln, was unbedingt abgeklärt werden muss und der ärztlichen Behandlung bedarf.

Würgt das Tier mit dem Husten auch grünlichen oder gelben Schleim hervor, ist an eine Bronchitis mit bakteriellem Befall zu denken. Bei einer entsprechenden Diagnose wird der Tierarzt dem Hundehalter Antibiotikatabletten für das Tier mitgeben, die diesem dann meist eine Woche zu verabreichen sind. Tieren, die Schwierigkeiten bei der Tabletteneinnahme machen, kann alternativ eine Antibiotikaspritze mit Depotwirkung verabreicht werden.

Zwingerhusten, gefürchtet und ansteckend für andere Hunde

Zwingerhusten hat natürlich nichts mit Zwingerhaltung zu tun, tritt aber aufgrund der Ansteckungsgefahr vermehrt in Massentierhaltungen und Hundepensionen auf. Es handelt sich dabei um eine ansteckende Infektionskrankheit. Die Erreger dafür sind bestimmte Viren und Bakterien. Es können aber noch weitere Keime hinzukommen, die den Krankheitsverlauf erschweren. Der Zwingerhusten bricht vor allem bei einem geschwächten Abwehrsystem auf. Begünstigt wird das oft durch Stress, Parasitenbefall und Zahnwechsel. Die Krankheit kann je nach Schwere der Erkrankung einige Tage, Wochen oder gar Monate dauern und sogar zum Tod des Tieres führen. Während dieser Zeit sollte man jedem Kontakt mit anderen Hunden aus dem Wege gehen und Hundeausstellungen und Hundeübungsplätze dürfen wegen der Ansteckungsgefahr auf keinen Fall besucht werden.

Der tierärztliche Rat ist während der gesamten Erkrankungszeit einzuholen. Die Symptome der Krankheit können relativ schwach sein. Die Krankheit kann aber auch mit Fieber, Kehlkopfentzündung, Nasenausfluss, starkem Husten und Auswurf einhergehen. Bei schwerem Krankheitsverlauf kann es auch zu Folgeschäden kommen. Antibiotika, schleimlösende und abschwellende Medikamente sind zu verabreichen.

Vorbeugende Maßnahmen

Eine schützende Maßnahme ist eine Impfung gegen Parainfluenzaviren (Zwingerhusten). Diese sollte jährlich in Kombination mit einer Staupe-, Hepatitis und Parvovirose-Impfung durchgeführt werden. Es gibt dafür noch keinen Einzelimpfstoff.

Vermeidung von Stress und die Gabe von Echinacea-Präparaten. Die Wirksamkeit dieses Präparates ist bei den Tierärzten aber stark umstritten. Gefahr geht für die Hunde auch von Menschen aus, die Grippe haben. Umgekehrt besteht von Hunden mit Zwingerhusten keine gesundheitliche Gefährdung für die Hundehalter.