Lefzenekzem beim Hund

By | 1. Juli 2017
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Lefzenekzem beim Hund Hund mit geschlossenen Augen und hängenden Lefzen auf einer WieseHundebesitzer spüren oft, wenn mit ihrem Liebling etwas nicht stimmt. Futter wird verweigert oder der Vierbeiner verliert das Interesse an seinem Lieblingsspiel. Oft ist jedoch nicht auf den ersten Blick zu erkennen, was dem Hund fehlt. Deshalb ist es wichtig, immer auch ein Auge auf Zähne und Schnauze des Tieres zu haben. Dort könnte sich nämlich ein Lefzenekzem beim Hund gebildet haben.

Was ist das Lefzenekzem beim Hund?

Wenn der Hund aus dem Maul riecht, ist das bereits ein erster Hinweis auf das Lefzenekzem. Machen Zahnstein und Zahnfleisch einen guten Eindruck, sollte man die tiefgehenden Hautfalten der Lefzen genauer untersuchen. Hier können sich schmerzhafte Entzündungen verstecken, die im schlimmsten Fall nässen und eitern, und so für den unangenehmen Geruch sorgen.
Das Ekzem tritt besonders häufig bei Hunden mit ausgeprägten Lefzenfalten oder langem Fell auf.

Wie entsteht die Krankheit?

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Die Lefzen des Hundes sind vergleichbar mit den Lippen des Menschen und ähnlich empfindsam. Ein Ekzem entsteht durch Reibung, wenn die Lefzen des Oberkiefers überlappen. Daher kommt das Lefzenekzem beim Hund fast nur in den unteren Falten vor. Meist auf beiden Seiten, was besonders quälend für den Hund ist, da schmerzfreies Fressen kaum möglich ist. Der Scheuereffekt reizt die Haut bis sie wund wird.
Doch auch übermäßiger Speichelfluss, kleinere Verletzungen und Bakterien, die sich aus Futterresten ansiedeln, können die unangenehme Entzündung hervorrufen.

Erkennungsmerkmale des Ekzems?

Das auffälligste Symptom des Lefzenekzems ist eine schmerzhafte Schwellung, die überaus berührungsempfindlich ist. Die Schleimhaut ist stark durchblutet und wirkt dunkler als sonst. Durch Kratzen an der juckenden Stelle, kann sich die Entzündung auch in tiefere Hautschichten ausbreiten und zur Vereiterung führen. Häufig bilden sich Krusten um den Entzündungsherd, die stark jucken und zum erneuten Aufkratzen führen.

Diagnosestellung durch den Tierarzt …

Es gibt Erkrankungen, die sich im Symptombild ähneln. Deshalb kann nur ein Fachmann die Diagnose zuverlässig stellen. Einen Anhaltspunkt erhält der Tierarzt durch die genaue Betrachtung und vorsichtige Abtastung der Schwellung. Gesichert wird die Diagnose jedoch erst durch einen Abstrich. Sobald feststeht, welcher Bakterien- oder Pilzstamm für die Erkrankung verantwortlich ist, kann der Tierarzt ein wirksames Medikament auswählen.

Welche Behandlung kommt in Frage?

Leichtere Fälle werden mit einer speziellen Haftsalbe behandelt, die der Hund nicht ablecken kann. Auch Dentisept, das sich gegen Zahnstein und Zahnfleischentzündungen bewährt hat, ist ein Mittel der Wahl. Wenn jedoch eine schwere Entzündung vorliegt, wird der Tierarzt zusätzlich eine Therapie mit Antibiotika empfehlen. Leider ist das Ekzem hartnäckig, es tritt trotz sorgfältiger Behandlung immer wieder auf. Als letzte Option bleibt eine operative Korrektur der Lefzenfalten.

Kann man dem Entzündungsprozess vorbeugen?

Durch tägliches Säubern der Lefzenfalten, insbesondere nach dem Fressen, lässt sich die Bildung eines entzündlichen Prozesses weitgehend verhindern. Langes Fell im Schnauzenbereich sollte gestutzt werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass sich Futterreste verfangen und in die Lefzenfalten geraten.

Fazit

Das Lefzenekzem beim Hund ist eine unangenehme Erkrankung. Sie kann immer wieder auftreten. Insbesondere bei Hunden mit ausgeprägten Lefzenfalten. Gefährlich ist das Ekzem jedoch nicht. Es ist gut behandelbar, und das Risiko einer Erkrankung wird durch vorbeugende Maßnahmen stark reduziert.