Magendrehung beim Hund

By | 9. April 2014

Magendrehung beim HundSie gehört zweifelsohne zu den echten Alpträumen eines jeden Hundebesitzers – die Magendrehung beim Hund. Obgleich es grundsätzlich jedes Tier treffen kann, so sind oft besonders größere Rassen von einer Magendrehung betroffen. Nicht selten stellt sich für den Hundebesitzer die Frage: Was genau hinter der Magendrehung steckt und wie richtig zu reagieren ist. Eines sei gleich vorweg gesagt: Eine Magendrehung beim Hund ist ein absolut gefährlicher Notfall, welcher sofortiges Reagieren erfordert.

Was geschieht bei einer Magendrehung beim Hund? Eine Magendrehung ist in diesem speziellen Fall beim betroffenen Hund wörtlich zu nehmen, denn der Magen dreht sich um die eigene Achse. Als Folge dieses schlimmen Notfalls werden die Blutgefäße des Hundes sowie die Darm- und Speiseröhre abgeschnürt, was zu einer Unterbrechung der Blutzufuhr und letztlich zum Kollaps des Tieres führt. Durch den Umstand, dass die Magenöffnungen verschlossen werden ist ein Aufgasen des Magens die Folge. Welches folgende Symptome hervorruft die sogar optisch sichtbar sind:

Magendrehung beim Hund Symptome

Glücklicherweise gibt es bei einer Magendrehung beim Hund Symptome die leicht zu erkennen sind. Der Hund bekommt einen steinharten Bauch und wirkt aufgebläht speichelt extrem, hechelt sehr stark und zeigt eine extreme Unruhe. Weitere Symptome einer Magendrehung beim Hund sind starke Schmerzen und extreme Kreislaufprobleme. Auch vergebliche Versuche des Erbrechens sind mitunter ein eindeutiges Symptom für eine Magenumdrehung beim Hund wie auch die Unfähigkeit der Wasseraufnahme. Das Tier wird zusehends schwächer und apathisch lethargisch. In diesem Fall darf keine Zeit verloren werden sondern es muss umgehend der Gang in die Tierklinik angetreten werden. Es zählt buchstäblich jede Minute beim Kampf um das Leben des vierbeinigen Lieblings!

Eine Magendrehung bei Ihrem Hund erfordert einen sofortigen operativen Eingriff, ohne den würde der Hund binnen zwei Tagen an Herzversagen oder Blutvergiftung sterben. Selbst bei einer Operation hängt das Überleben des Vierbeiners stark davon ab, wie schnell diese durchgeführt wird.

Ursachen einer Magendrehung beim Hund

Diese Frage lässt sich bedauerlicherweise nicht ganz eindeutig beantworten, es gibt bislang lediglich einige Theorien. Eine weitverbreitete Theorie ist, dass die Magenumdrehung eine Folge des Tobens nach dem Fressen großer Mengen Nahrung wäre. Dies ist jedoch nicht eindeutig bewiesen, da es bereits Fälle gab, in denen die Tiere die Magenumdrehung bei leerem Magen über Nacht bekommen haben. Als wissenschaftlich erwiesene Risikofaktoren gelten jedoch Inzucht, große Unmengen an Futter sowie extrem hastiges Schlingen des Tieres.

Es gibt gewisse Rassen, die häufiger von einer Magendrehung betroffen sind als andere. Besonders Riesenrassen sind stärker gefährdet, die Deutsche Dogge steht hierbei an erster Stelle. Auch bei älteren Hunden ist das Risiko einer Magendrehung höher. Da das Bindegewebe bereits stark nachgelassen hat und auch die Sehnen und Bänder des Hundes nicht mehr so straff wie in jungen Jahren sind.

Einer Magendrehung beim Hund kann jedoch vorgebeugt werden, indem kleinere Mahlzeiten häufiger gegeben werden als eine Große. Auch Tischreste, die dem Trockenfutter beigefügt werden, können das Risiko vermindern. Hierbei sollte allerdings auf die Magenverträglichkeit des Futters geachtet werden, allzu stark fetthaltiges Futter sollte definitiv vermieden werden. Der Futternapf des Tieres sollte auf dem Boden stehen und der Hundebesitzer sollte ein verstärktes Augenmerk darauf haben, dass das Tier nach der Futteraufnahme nicht direkt übermäßig tobt