Passende Hundepension

By | 16. September 2017
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Passende Hundepension. Auto auf dem Weg zu einer HundepensionDie Versorgung des eigenen Vierbeiners übernimmt man am liebsten selbst. Es kann jedoch aus verschiedenen Gründen vorkommen, dass dies nicht immer möglich ist. Vielleicht hat man plötzlich oder auch langfristig sehr ungünstige Arbeitszeiten, es stehen Krankenhausaufenthalte, Feiern oder Fortbildungen an, oder man möchte einfach mal ohne Hund in den Urlaub fliegen. Für all diese Fälle muss eine Betreuung gefunden werden, die sich liebevoll um den Hund kümmert. Dies kann eine passende Hundepension leisten.

Worauf zu achten ist

Sofern ein Hund nicht gewohnt ist, in einem Zwinger untergebracht zu werden, sollte dies für den Aufenthalt in der Pension ebenfalls vermieden werden. Einige Tierheime bieten Pensionsplätze an, aber hier sei gesagt, dass der Tierheimalltag sehr laut und stressig für Hunde ist. Diese Option sollte eher für robustere, unabhängigere Hunde gewählt werden. Viele Tiere schlafen dort nur sehr wenig und sind sehr aufgeregt.

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Wichtig ist also der Anschluss an eine Familie und/oder ein Hunderudel. Hier sollte darauf geachtet werden, dass die Pensionsinhaber die Hunde nicht einfach ständig unbeaufsichtigt miteinander toben lassen. Sie sollten mit Sachkenntnis in brenzlichen Situationen auch einschreiten. Dies ist besonders dann wichtig, wenn dort bestehende Rudel leben, in die ein neuer Hund eingeführt werden soll.

Ein liebevoller, jedoch konsequenter Umgang mit den Hunden sollte selbstverständlich sein und sich im Vorfeld genau angeschaut werden.

Wenn der Hund spezielle Fütterung benötigt, die zudem noch sehr aufwendig ist (beispielweise wenn Rohfütterung zwingend notwendig oder gewünscht ist), muss eine passende Hundepension gefunden werden, die diesen speziellen Bedürfnissen auch gerecht wird.

Wie findet man die passende Hundepension?

Um die passende Hundepension zu finden, muss man zunächst die eigenen Bedürfnisse und die des Hundes betrachten. Benötigt man eine regelmäßige Betreuung, etwa werktags während der Arbeitszeiten, ist zunächst eine geeignete Lage wichtig. Sinnvoll wäre es, eine Pension zu finden, die irgendwie zwischen Arbeitsplatz und Wohngegend liegt. Für einmalige Aufenthalte ist vielleicht auch eine Lösung weiter entfernt denkbar. Die Leistungen, die die Pension bringen muss, hängen auch von den Bedürfnissen des eigenen Hundes ab und sind daher sehr unterschiedlich.

Ein Hund, der eher schüchtern und unsicher oder gar aggressiv auf Artgenossen reagiert, sollte nicht in einer Gruppenhaltung untergebracht werden. Hier bieten einige Hundepensionen Einzelzimmer für solche Gäste an.

Ein Hund, der den Anschluss zu Artgenossen sucht, fühlt sich jedoch wohlmöglich in einem solchen Rudel sehr wohl.

Es ist ebenfalls wichtig zu klären, wie oft der Hund Spaziergänge benötigt. Viele Pensionen bieten hier eine bestimmte Anzahl an Spaziergängen und sonst freien Zugang zu Wiese und Grundstück an. Möglicherweise ist bei einer stundenweisen Unterbringung aber auch gar kein Gassi Gang notwendig oder gewünscht.

Um die passende Hundepension zu finden, ist es notwendig, ehrlich zu sein. Wenn der Hund spezielle Verhaltensauffälligkeiten zeigt, sollten die Betreiber darüber informiert werden. Sodass die Hundepension ausgesucht werden kann, die dem Tier charakterlich gewachsen ist. Schwierige Hunde sind möglicherweise auch schwieriger unterzubringen, aber gerade dabei ist es wichtig, die passende Hundepension zu finden.

Serviceleistungen der Hundepensionen

Je nach Bedürfnissen von Hund und Herrchen bietet die passende Pension verschiedene Leistungen an. Getrennte Schlafräume, Spielstunden, Besuche einer Hundetrainerin, Gassi Gänge allein oder im Rudel, Familienanschluss. All das sind Leistungen, die zwischen den einzelnen Pensionen variieren können.

Besondere Fütterungen oder erhöhte Anzahlen an Spaziergängen sind manchmal gegen einen Aufpreis möglich und müssen individuell abgesprochen werden.

Auswirkungen auf den Hund

Es kommt durchaus vor, dass ein schwieriger Hund während des Aufenthalts in einer Pension in fachkundigen Händen plötzlich sehr unproblematisch wird. Gerade deshalb ist es wichtig, die passende Hundepension zu finden, sodass sich optimal auf den Hund eingestellt werden kann.

Problematisch kann sich ein Aufenthalt in einer Pension vor allem dann auswirken, wenn der Hund es gar nicht gewohnt ist, alleine zu bleiben. Dies aber beispielsweise nachts in abgetrennten Räumen tun muss.

Auch sehr sensible Hunde, die vielleicht im Umgang mit Artgenossen Unterstützung benötigen, können ängstlicher oder sogar aggressiv werden, wenn sie in falschen Händen einer unangenehmen Rudeldynamik ausgesetzt sind. Daher ist es wichtig, dass die passende Hundepension Wert auf einen angenehmen Sozialkontakt legt, in der kein Hund zu irgendetwas gedrängt wird.

Einige Hunde reagieren durchaus ein paar Tage mit „Schmollen“, wenn sie wieder abgeholt werden. Aber die meisten Hunde gehen gerne dorthin, wenn die passende Hundepension erst einmal gefunden worden ist.

Oft sind Hunde nach dem Aufenthalt in der Pension sehr erschöpft, weil sie durch den Kontakt zu den anderen Hunden gut ausgelastet sind.

Um herauszufinden, ob der eigene Hund sich in der Pension wohl fühlt, sind einige Testtage in kürzeren Zeitspannen sehr sinnvoll. So kann festgestellt werden, ob der Hund sich wohl fühlt oder hinter dem Besitzer her jammert. In diesem Fall kann die Trennung durch gezieltes Training zuhause erleichtert und langsamer aufgebaut werden.

Auch sollten einige Stunden gemeinsam mit dem Hund in der Hundepension verbracht werden. Sodass man selbst vor Ort sehen kann, wie der Hund zum Pensionsleiter, der Situation und den anderen Hunden steht. Hier ist vor allem auch der Umgang des Pensionsleiters und dem Hund und zwischen den einzelnen Hunden wichtig. Auch man selbst sollte sich mit dem Gedanken wohlfühlen können, den Hund in der richtigen Hundepension zu wissen.

Was der Hund mitbringen sollte

Um dem Hund den Aufenthalt in der Hundepension zu erleichtern, sollten ihm vertraute Gegenstände mitgegeben werden. Für die Ruheorte der Hunde bietet es sich an, eine Kuscheldecke oder die positiv verknüpfte Hunde Box mitzugeben. Auch der eigene Napf kann hilfreich sein, wenn der Hund beispielsweise nicht aus Metallnäpfen frisst. Wichtig ist auch ein Plan mit eventuell vorhandenen Allergien des Hundes. Das Lieblingsspielzeug kann ebenfalls die Trennung erleichtern, sollte aber nach Absprache mit den Pensionsbetreibern mitgegeben werden. Nicht alle Umstände lassen es zu, dass das Spielzeug auch heil wieder nach Hause kommt. Zudem sollte hier beachtet werden, ob der Hund es anderen Hunden gegenüber verteidigt und in diesem Falle darauf verzichtet werden.

Außerdem sollte der Hund frei von ansteckenden Krankheiten sein und alle Impfungen auf dem aktuellen Stand haben. Viele Hundepensionen erwarten zudem einen Nachweis über das regelmäßige Entwurmen des Hundes; bei manchen genügt eine negative Kot probe. Zudem sollte der Hund sozialverträglich sein. Falls das nicht so ist, sollte man zum Wohle aller die Pensionsleitung dringend darüber informieren.

Die Alternative

Manchmal findet man in erreichbarer Nähe nicht die passende Hundepension oder man möchte den Hund aus verschiedenen Gründen nicht in eine Pension geben. In diesem Falle bieten sich auch Hundesitter an, die zu einem nach Hause kommen. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Der Sitter kann im Haus beim Hund schlafen oder nur zum Gassigehen vorbeikommen. Je nachdem, zu welchem Zweck man die Betreuung benötigt, ergeben sich daraus verschiedene Vor- und Nachteile.

Vor und Nachteile von Hundesittern

Benötigt man nur eine kurzzeitige Betreuung für lange Arbeitszeiten, reicht dem Hund oft ein ausgiebiger Spaziergang. Wenn ein Hund gut alleine bleiben kann, ist der Aufenthalt zuhause oft stressfreier, als die neue Umgebung.

Bei längerem Aufenthalt ist es für die meisten Hunde jedoch nicht so schön, viel alleine zu sein und nur zum Spaziergang abgeholt zu werden. Hier kann ein Hundesitter, der beim Hund schläft und lebt sinnvoll sein. Der Nachteil ist natürlich, dass eine fremde Person im eigenen Heim ein und aus geht.

Zudem sollte vorab geklärt werden, ob der Hund das Haus vor Eindringlingen beschützt. Dies sollte man vorher testen und absprechen.

Der mangelnde Kontakt zu anderen Hunden, den der Hund im Vergleich zur Hundepension zuhause nicht hat, kann je nach Hund ein Vor- oder Nachteil sein. Einige Hunde sind lieber für sich und wären durch die Anwesenheit anderer Betreuungshunde eher gestresst, andere profitieren davon. Möglich wäre auch ein Hundesitter, der mehrere Hunde zum Spaziergang abholt.

Finanziell ist ein privater Hundesitter oft eine Erleichterung. Manchmal finden sich auch Teenager, die neben der Schule mit dem Hund gehen.

Dafür fehlt Einzelpersonen oft die Erfahrung, die viele Betreiber von Hundepensionen ansammeln und teilweise auch durch die Teilnahme an Kursen belegen können. Wie zum Beispiel die Prüfung zum Sachkundenachweis §11 Tierschutzgesetz. Einen Garant gibt es jedoch in beide Fällen nicht. Oftmals kommt es auch auf die passende Chemie zwischen Hund und Betreuer an.

Auch ein privater Hundesitter sollte dringend im Umgang mit dem Hund beobachtet werden und es sollte Einigkeit über den erzieherischen Umgang mit dem Hund herrschen. Ein Hund, der tagsüber viel zuhause warten musste, ist abends natürlich auch viel unausgelasteter als ein Hund, der in einer Pension vielen Reizen ausgesetzt war. Dies sollte bei der Entscheidung ebenfalls bedacht werden.

Fazit

Die passende Hundepension geht auf die Bedürfnisse des Halters und des Hundes ein. Eine gute Vorbereitung, ehrliche Absprachen und gute Kommunikation zwischen Hundebesitzer und Betreuer sind wichtig. Um eine gute Kombination zu finden, die den Hund glücklich macht und dem Besitzer ein ruhiges Gewissen erlaubt. Hierzu sollten Aspekte der Vorbereitung bedacht werden. Wenn keine passende Hundepension auffindbar ist, kann ein Hundesitter zuhause sinnvoll sein. Auch in diesem Fall ist eine gute Vorbereitung und Ehrlichkeit wichtig für das Wohlergehen aller Beteiligten.