Prostata Vergrößerung beim Hund

By | 28. Mai 2017
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Prostata Vergrößerung beim Hund Röntgenbild eines Hundes mit farblich dargestellter Prostata

Wie Menschen können auch Hunde an der Vergrößerung der Prostata erkranken. „Prostata“ ist die medizinische Bezeichnung für die auch „Vorsteherdrüse“ genannte Geschlechtsdrüse männlicher Säugetiere. Hier wird ein Teil der Befruchtungsflüssigkeit (Sperma) produziert. Die Drüse liegt beim Hund im Beckenbereich zwischen Harnblase und Darm. Ein Teil der Harnröhre wird von der Prostata ummantelt. Die Normalgröße einer Hunde-Prostata ist abhängig von der Größe des Hundes. Oft ist eine Hunde-Prostata etwa walnussgroß. Prostata Vergrößerung beim Hund betrifft nur Rüden.

 

 

Ursachen für Prostata Vergrößerung beim Hund

Bei fast allen Rüden, die nicht kastriert wurden, vergrößert sich die Prostata in mittleren Jahren. Aber auch bei manchen kastrierten Rüden werden die Vorsteherdrüsen im Laufe der Jahre langsam größer. Sie bilden Zysten, also kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume. Ursache für Prostata Vergrößerungen beim Hund sind Veränderungen im Hormonhaushalt. Dabei spielt insbesondere das männliche Geschlechtshormon Testosteron eine Rolle. Nicht selten wird der Hormonhaushalt auch durch die Läufigkeit von Hündinnen in der Nachbarschaft durcheinander gebracht. Zum Glück sind die Prostata Vergrößerungen beim Hund zumeist gutartig. Das heißt, es treten nur selten bösartige Tumore (Prostata-Karzinome) auf. Beim Vorliegen einer bösartigen Prostata-Vergrößerung sind die Chancen der erkrankten Tiere, durch medizinische Behandlung geheilt zu werden, leider nur sehr gering.

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In der Mehrzahl der Fälle hat die Prostata-Vergrößerung für den Hund keine merkbaren Auswirkungen. Wenn die Prostata im Alter aber größer wird, drückt sie oft auf Blase und Darm. Als Folge kann es dazu kommen, dass sich der Urin des Hundes rot oder gelblich färbt. Auch kann ein rötlicher Schleim aus dem Penis tropfen. Besonders unangenehm für Hund und Halter ist es, wenn der Hund nicht mehr problemlos seinen Kot ablassen kann. Der Druck auf den Darm sorgt nämlich oft dafür, dass der Kot nur noch schwer und dann zusammengedrückt wie eine Bandnudel aus dem After gepresst werden kann.

Auch treten oft Probleme beim Urinieren auf. Die Schwierigkeiten beim Kotabsetzen können für den Hund schmerzhaft sein und sollten schon deshalb unbedingt behandelt werden. Ein Hinweis auf eine solche Situation ist dann gegeben, wenn der Hund sich beim Versuch abzulassen, ständig ergebnislos hinhockt. Weitere Hinweise auf ein mögliche Prostata Vergrößerung beim Hund können allgemeine Mattigkeit, Zittern der Hinterhand, Fressunlust und Fieber sein.

Behandlung von Prostata Vergrößerung beim Hund

Der Tierarzt wird bei Verdacht, dass eine Prostata Vergrößerung vorliegen könnte, die Prostata zunächst über den Anus-Ausgang abgetastet. Wenn die Prostata dann verändert erscheint, können Ultraschall- und Röntgen-Untersuchungen zur weiteren Abklärung notwendig sein. Daneben sind auch zusätzlich Blut- und Urin-Untersuchungen sowie Tests mit dem Prostata-Sekret zu empfehlen.

Ist eine gutartige Prostata Vergrößerung vom Tierarzt festgestellt worden, ist eine Reihe von Behandlungsansätzen möglich. Dazu gehört beim noch intaktem Rüden vor allem die Kastration, durch die sich die Prostata nach wenigen Wochen um Dreiviertel verkleinern kann. Daneben können Hormonbehandlungen zur zumindest vorübergehenden Verkleinerung der Prostata führen. Gute Erfolge (20 % Verkleinerung des Prostata-Umfangs) sollen beim Einsatz von Medikamenten-Chips erzielt worden sein. Möglich ist auch die operative Entfernung der Zysten.

Als Vorbeugungsmaßnahme wird oft empfohlen, Rüden spätestens im Alter ab fünf Jahren regelmäßig auf eine Veränderung der Prostata untersuchen zu lassen.