Zahnstein beim Hund

By | 13. Mai 2017
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Zahnstein beim Hund Ärztin untersucht HundezähneAuch beim Hund kann es zu Zahnsteinbildung kommen. Zahnstein beim Hund hat dieselben Folgen wie beim Menschen. Anfänglich kommt es nur zu leichten Verfärbungen, die zwar unschön aussehen aber außer einer rauen Oberfläche der Zähne noch keine ernsthaften Probleme machen. Nach und nach kommt es aber zu extremeren Verfärbungen, die sich grau, gelb oder braun äußern. Der Zahnbelag wird immer dicker und breitet sich über die gesamte Zahnoberfläche aus. Irgendwann treten schwere Entzündungen des Zahnfleischs auf. Außerdem riecht der Atem schlechter und im schlimmsten Fall kann es sogar zu eitrigen Stellen an den Zahnhälsen kommen. Diese Ansammlung wird als Bakterienherd bezeichnet und sollte in jedem Fall tierärztlich behandelt werden.

Wie äußert sich Zahnstein beim Hund?

Fortgeschrittener Zahnstein beim Hund kann sich durch blutiges Zahnfleisch, Mundgeruch oder ausfallende Zähne bemerkbar machen. Hat der Hund große Schmerzen kann er sogar das Futter vermeiden. Daher sollte Zahnstein frühzeitig erkannt und behandelt werden. Erste grau-gelbe Verfärbungen am Ansatz zum Zahnhals sollten ernst genommen werden, da sich der Zahnstein beim Hund schnell ausbreiten kann.

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Grundsätzlich kann jeder Hund von Zahnstein betroffen sein, ist jedoch auch anatomisch bedingt. So können kleinere Hunde mit eng stehenden Zähnen und langem, schmalem Kiefer eher an Zahnstein leiden als Hunde mit größerem Gebiss. Zudem nimmt aber auch der Zahnstein beim Hund mit dem Alter zu.

Wird Zahnstein nicht behandelt fallen irgendwann die Zähne aus, wobei es zu schweren Komplikationen durch die Entzündungen kommen kann. Diese können sich nämlich auf Leber, Nieren und Herz ausweiten und erheblichen Schaden anrichten. Wie beim Menschen wird Zahnstein durch eine unzureichende Mund- und Zahnhygiene, sowie zuckerhaltige Nahrung begünstigt.

Wie kann Zahnstein entfernt werden?

Eine professionelle Zahnreinigung und Zahnsteinentfernung erfolgt immer beim Tierarzt. In der Regel kommt dabei Ultraschall zum Einsatz und wird auf Grund der hohen Geräuschbelastung unter Narkose durchgeführt. Nur mit Ultraschall kann die Zahnoberfläche richtig gereinigt und von Zahnstein und Plaque befreit werden. Zudem können unter Narkose auch die Zahnfleischtaschen gesäubert und eine Politur der Zähne mit einer speziellen Paste vorgenommen werden.

Bei kleineren Ablagerungen wird alternativ zur Ultraschall-Methode mit einer Zahnzange gearbeitet. Hier erfolgt ein mechanisches Absprengen des Zahnbelags ohne Narkose. In einigen Fällen reicht auch schon ein kleines Ankratzen des Zahnsteins, um diesen zu entfernen. In sehr schwierigen Fällen ist neben dem Haustierarzt auch der Gang zu einem Fachtierarzt für Zahnheilkunde empfehlenswert.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Zahnstein

Auch beim Hund ist eine regelmäßige Mund- und Zahnpflege empfehlenswert um den Zahnstein beim Hund einzuschränken. In erster Linie sollte der Hund artgerecht gefüttert werden. Zucker und andere zuckerhaltige Inhaltsstoffe sollten in Hundefutter nichts zu suchen haben. Wird der Hund mit Nassfutter gefüttert, sollten zusätzlich Kauartikel (z. B. Kaustangen, Rinderkopfhaut, Ochsenziemer, Schweineohren) für den natürlichen Abrieb der Zähne angeboten werden. Trockenfutter unterstützt durch den mechanischen Abrieb ebenfalls eine natürliche Zahnreinigung. Auch im Spiel ist eine Zahnreinigung mit entsprechendem Spielzeug möglich (Zerrseile, Zahnputz-Zergel). Gegen Verfärbungen der Zähne hilft täglich ein Apfel zum Kauen. Außerdem können die Zähne des Hundes mit einer weichen Zahnbürste und Hundezahn-Creme regelmäßig geputzt werden. Kauartikel nach den Mahlzeiten sollten in die tägliche Futtermenge mit einberechnet werden, da sie teils sehr kalorienreich sein können.