Zecken beim Hund Welche Arten gibt es

By | 6. Juni 2015

Zecken Warnschild

Zecken beim Hund sind vor allem bei Hundebesitzern im ländlichen Bereich ein Problem. In manchen Jahren können sich Zecken zu einer wahren Plage für Mensch und Tier entwickeln. Dies ist meist durch einen milden Winter bedingt. Doch Zecken beim Hund sind nicht nur lästig, sie sind auch Träger verschiedener Krankheiten. Deshalb ist es wichtig, Ihren Hund möglichst vor Zeckenbissen zu schützen. Dazu haben Sie verschiedene Möglichkeiten.

Spot-on-Präparate gegen Zecken beim Hund

Die Spot-on-Präparate werden im Nacken des Hundes auf die Haut aufgetragen. Bei größeren Hunden können Sie die Flüssigkeit über die Rückenlinie verteilen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Hund die Stelle mit der Zunge nicht erreichen kann. Die Dosierung hängt vom Gewicht des Hundes ab. Die Behandlung muss regelmäßig wiederholt werden.

Es gibt systemisch und topisch wirkende Präparate. Bei den systemischen wird der Wirkstoff durch die Haut in die Blutbahn geleitet. Dadurch verteilt sie sich im ganzen Körper. Die Zecke nimmt beim Biss den Wirkstoff auf und stirbt ab. Der Nachteil dabei ist, dass der Parasit erst zustechen muss.  Dabei kann er schon Krankheiten übertragen.

Bei den topischen Präparaten verteilt sich der Wirkstoff über die Talgschicht auf der Haut des Hundes. In diesem Fall genügt schon die Berührung. Die Zecke stirbt und kann somit keine Krankheiten übertragen.

Wirkstoff Fipronil

Es sind Präparate mit verschiedenen Wirkstoffen im Handel erhältlich. Einerseits ist das der Wirkstoff Fipronil. Das wirkt gegen Spinnentiere (Zecken) und Flöhe. Es ist ein systemisch wirkendes Mittel. Aus diesem Grund kann die Zecke trotzdem Krankheiten übertragen. Damit das Mittel wirken kann sollte der Hund zwei Tage vor und nach der Behandlung nicht baden. Im übrigen ist Fipronil giftig für Fische. Deshalb sollte er sich nicht in Gewässern abkühlen. Fipronil können Sie auch bei jungen Hunden und tragenden oder säugenden Hündinnen anwenden. Allerdings sollten Welpen mindestens 8 Wochen alt sein und 2 kg wiegen. Sollte Ihr Hund jedoch mit einer Katze zusammenleben ist die Anwendung für die Mieze nicht gefährlich.

Nebenwirkungen beim Hund können Haarausfall, Juckreiz oder Hautreaktionen an der Auftragsstelle sein. Auch Magen-Darmprobleme sind beobachtet worden. In seltenen Fällen kam es zu Depressionen und der Hund hat stärker gespeichelt.

Wirkstoff Permentrin

Das Spot-on-Präparat mit dem Wirkstoff Permethrin wirkt abschreckend auf Zecken, Schmetterlingsmücken und Flöhe. Dieses Mittel kann deshalb auch vor der Hundekrankheit Leishmaniose schützen. Das ist ein topisch wirkendes Mittel. Eine Übertragung von Krankheiten ist deshalb ausgeschlossen. Allerdings ist dieser Wirkstoff für Katzen auch in geringen Mengen sehr giftig. Sollte eine Katze in Ihrem Haushalt leben ist es besser ein anderes Mittel zu verwenden. Auch für Fische ist dieses Mittel giftig. Vor einer Anwendung bei trächtigen oder säugenden Hündinnen sollten Sie einen Tierarzt um Rat fragen. Bei Welpen ab einem Alter von 3 Monaten können Sie Permenthrin anwenden.

Nebenwirkungen können Magen-Darmprobleme, Juckreiz und Hautentzündungen sein.

Wirkstoffe Permenthrin und Imidacloprid

Die beiden topischen Wirkstoffe sind in einem Mittel enthalten. Das heißt die Parasiten sterben bei Berührung und können somit keine Krankheiten übertragen. Sie wirken gegen Zecken, Flöhe und Stechmücken. Auch hier gilt Katzen sollten nicht mit dem Hund in Berührung kommen. Diese Wirkstoffe sind für Fische giftig. Deshalb sollte der Vierbeiner 2 Tage nach der Anwendung nicht in Seen oder Flüssen baden. Welpen können Sie ab der 7. Woche damit behandeln. Das Körpergewicht sollte mindestens 1,5 kg betragen.

Nebenwirkungen können bei diesem Mittel Hautreaktionen und in seltenen Fällen Zittern oder Teilnahmslosigkeit sein.

Tabletten gegen Zecken beim Hund

Die Zeckentabletten sind verschreibungspflichtig. Dieses Medikament wirkt gegen Flöhe und Zecken. Ihr Wirkstoff ist Afoxolaner und systemisch. Das heißt die Parasiten müssen mit dem Blutsaugen beginnen um den Wirkstoff aufzunehmen. Deshalb kann eine Übertragung von Krankheiten nicht ausgeschlossen werden. Die Parasiten werden innerhalb 24 Std abgetötet. Je nach Körpergewicht des Hundes gibt es Tabletten mit verschiedener Dosierung des Wirkstoffes. Bei Hunden mit weniger als 2kg Gewicht und Welpen unter 8 Wochen sollte die Tablette nicht gegeben werden. Bei tragenden oder säugenden Hündinnen ist die Einnahme kein Problem.

Wie bei allen Medikamenten gibt es auch dabei Nebenwirkungen. Diese können leichter Durchfall, Erbrechen, Juckreiz, Lethargie oder Appetitlosigkeit sein.

Halsbänder gegen Zecken beim Hund

Die Wirkstoffe, die in den Halsbändern enthalten sind, gehören zu den toxischen. Unter anderen sind dies Imidacloprid (gegen Flöhe und Haarlinge) und Flumethrin (gegen Zecken). Zum Teil auch Deltamethrin. In manchen Produkten sind die Wirkstoffe auch kombiniert enthalten. Die Mittel wirken gegen Zecken und andere Insekten. Die Wirkungsdauer beträgt bis zu 8 Monate. Auch bei Zeckenhalsbändern verteilt sich der Wirkstoff über die Haut auf den gesamten Körper des Hundes. Kommt die Zecke mit dem Wirkstoff in Berührung fühlt sie Hitze und möchte weg. Das Insektizid schädigt die Nervenzellen der Zecke. Dadurch stirbt sie.

Zeckenhalsbänder sind in verschiedenen Längen erhältlich. Längere Halsbänder haben eine höhere Dosierung der Wirkstoffe. Für einen kleineren Hund könnte die Dosierung zu hoch sein. Aus diesem Grund sollten Sie die Bänder nicht abschneiden. Auch sollten Welpen unter 7 Wochen kein Zeckenhalsband tragen. Bei trächtigen oder säugenden Hündinnen ist es kein Problem. Allerdings ist der Wirkstoff für Katzen giftig. Ebenso für Fische und andere im Wasser lebenden Organismen. Aus diesem Grund sollten Sie das Halsband vor dem Schwimmen in einem Gewässer abnehmen. Kinder sollten mit dem Zeckenhalsband nicht in Kontakt kommen. Erwachsene sollten nach der Berührung des Bandes gründlich die Hände waschen.

Mögliche Nebenwirkungen für den Hund sind Haarausfall, allergische Reaktionen der Haut. In seltenen Fällen auch neurologische Reaktionen. Zum Beispiel plötzlich auftretendes Krampfen oder Zittern.

Die Nebenwirkungen der oben beschriebenen Produkte wurden in weniger als 1 von 10 000 Fällen beobachtet. Dieses bedeutet, die meisten Hunde vertragen solche Produkte gut.

Natürliche Mittel zur Zeckenabwehr

Diese Mittel kommen ohne Chemie aus. Dabei ist zu bedenken, dass auch natürliche Mittel nicht immer als bedenkenlos anzusehen sind. Schließlich gibt es in der Natur auch Gifte. Was für Menschen ungiftig ist, muss nicht unbedingt für Hunde gelten. Dabei kommt es auf die Konzentration und die Menge des verabreichten Mittels an. Ihre Anwendung ist zum Teil aufwendig. Auch mögen viele Hunde den Geruch nicht, denn sie riechen es viel intensiver als wir. Wenn Ihr Hund das Öl abschleckt, müssen Sie den Vorgang wiederholen.

Nachfolgende Mittel sind nur ein kleiner Auszug aus der Produktpalette, die es gegen Zecken, Flöhe und Mücken gibt.

Kokosöl

Die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure vertreibt Zecken, Flöhe und Mücken. Damit ist das Fell des Hundes täglich einzureiben. Dafür eine erbsen-bis haselnussgroße Menge in der Handfläche schmelzen. Es werden nicht alle Zecken vertrieben.

Schwarzkümmelöl

Das darin enthaltene Thymoquinon mögen Zecken, Flöhe und Mücken nicht. Einem 20 kg schweren Hund gibt man täglich 6 Tropfen ins Futter. In höheren Dosen kann es leberschädigend sein, daher gilt lieber weniger als mehr. Alternativ kann es auf das Fell aufgetragen werden.

Produkte mit denen der Hund eingerieben oder eingesprüht wird, sollten Sie erstmal an einer kleinen Stelle testen. Mittel zum sprühen sollten Sie am Kopf mit einem Schwamm einreiben. Nase und Augen sind auszusparen.

Abwehrspray gegen Zecken beim Hund

Zeckenabwehrsprays gibt es mit verschiedenen Wirkstoffen. Die einen sind täglich anzuwenden. Wieder andere alle 2 bis 4 Wochen.

Spot-on-Produkte ohne Chemie

Bei diesem Mittel handelt es sich um ein Mischung aus Margosa-Extrakt und Kokosöl. Margosa-Extrakt wird aus dem Niebaum gewonnen.
Für welches Produkt sie sich entscheiden ist eine schwere Entscheidung. Sie hängt von sehr vielen Faktoren ab, folglich ist es eine gute Idee sich Hilfe zu hohlen. Aus diesem Grund kann es helfen ihren Tiermediziner zu fragen, was zu ihrem Hund passt. Er kennt ihren Hund besser als wir, daher wird er eher wissen was für ihren Liebling am besten ist.

Welche Zecken beim Hund befallen ihn ?

Momentan sind rund 862 Zeckenarten bekannt biologisch gesehen gehören Zecken zu den Milben, die sich ebenfalls von Blut ernähren. In Deutschland bzw. im gesamten westeuropäischen Raum stellen jedoch nur zwei Zeckenarten eine Gefahr für Tier und Mensch da. Dies sind der Holzbock und die Auwaldzecke. Jedoch sind andere Zeckenarten, die normalerweise weiter südlich beheimatet sind, immer häufiger auch in unseren Breitengraden anzutreffen. Dies ist durch den Klimawandel bedingt. Dabei handelt es sich um die Braune Hundezecke, die Igelzecke und die Fuchszecke. Sie können dem Hund sehr gefährlich werden.

Zecken beim Hund richtig entfernen!

Zum Entfernen von Zecken beim Hund gibt es sowohl für den Hund als auch für den Menschen extra Zeckenzangen. Falls keine Zeckenzange zu Hand ist, können Sie auch eine Pinzette verwenden. Beim Entfernen der Zecken beim Hund gilt es so tief wie möglich auf der Haut des Hundes anzusetzen. Mit einer leichten Drehbewegung können Sie dann das Tierchen entfernen. Denn so kann die Hundezecke ohne Rückstände entfernt werden.

Die betroffene Stelle sollte danach einige Tage beobachtet werden. Im Falle einer größeren Entzündung der Haut um den Zeckenstich (3 cm) sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Dieser wird dann die genaue Vorgehensweise mit Ihnen besprechen. Dies ist beispielsweise eine Behandlung mit Antibiotika. Anschließend können Sie eine Schutzimpfung gegen Holzbockzecken in Erwägung ziehen.

Hund mit Zecke am Hals

Zecken beim Hund – Krankheiten und Symptome

Holzbock beim HundDer Holzbock

Der Biss einer Holzbockzecke kann zu Anaplasmose, Borreliose und Meningoenzephalitis (kurz FSME) führen. Wobei alle 3 Krankheiten nicht nur für den Hund gefährlich werden können.

Anaplasmose beim Hund

Bei Anaplasmose handelt es sich um eine bakterielle Infektion die der Biss des Holzbock überträgt. Man schätzt das in Deutschland 1-4 % der Holzbock Zecken von Anaplasma Bakterien befallen sind.

Anaplasmose Symptome
Für gewöhnlich kommt es ein bis zwei Wochen nach dem Zeckenbiss zu hohem Fieber (39°C und höher) und der damit verbundenen Schläfrigkeit. Weitere Symptome sind Erbrechen, Durchfall und der damit einhergehende Gewichtsverlust genauso wie die Appetitlosigkeit des Hundes.

Anaplasmose Behandlung

Zur Behandlung einer Anaplasmose reicht eine mehrwöchige Antibiotikatherapie verschrieben von einem Tierarzt aus.

Borreliose beim Hund

Die Infektionserreger der Borreliose die so genannten Borrelia-Bakterien gelangen durch den Zeckenstich in den Blutkreislauf. Sie breiten sich dort im gesamten Körper des Hundes aus. Die Anzahl der an Borreliose befallenen Zwecken liegt je nach Bundesland in Deutschland bei ca. 15% bis maximal 50 %.

Symptome

Die Symptome einer Borreliose beim Hund sind am Anfang nicht sehr ausgeprägt. Jedoch können unter Umständen Symptome wie Fieber Appetit und Teilnahmslosigkeit auftreten. In seltenen Fällen kann es auch zu einer Arthritis in den Gelenken des Hundes kommen. Im weiteren Verlauf der Krankheit ist beim Hund zunehmende Erschöpfung, gepaart mit Phasen von Besserung zu beobachten.

Behandlung der Borreliose

Zur genauen Diagnose und Behandlung der Erkrankung muss ein Tierarzt aufgesucht werden. Dieser wird dann die genaue Vorgehensweise mit Ihnen besprechen. Dies ist beispielsweise eine Behandlung mit Antibiotika. Anschließend können Sie eine Schutzimpfung gegen Holzbockzecken in Erwägung ziehen.

FSME beim Hund

FSME die Kurzform von Meningoenzephalitis ist eine Virus Erkrankung, die Hunden aber auch dem Menschen gefährlich werden kann. Übertragen wird diese Krankheit ebenfalls durch den Biss eines Holzbocks. Hochrisikogebiet für FSME ist hier die Südhälfte Deutschlands, wobei die Grenze etwa im Gebiet des Flusses Main liegt.

Symptome FSME

FSME ist eine sehr ernst zu nehmende Krankheit für den Hund und kann mit dem Tod des Tieres enden. Am Anfang verläuft die Krankheit anders als beim Menschen meist symptomfrei. Im Verlauf der Krankheit kommt es jedoch erst zu Fieber. Später können Symptome wie epileptische Anfälle und Bewusstseinstrübungen sowie Bewegungsstörungen dazukommen.

Behandlung von FSME

Die Behandlung von FSME beim Hund kann zurzeit nur symptomatisch erfolgen. Hierbei wird der Hund mit Antibiotika, wenn dies durch eine Schwächung des Immunsystems notwendig ist, versorgt. Weiterhin zeigten Physiotherapie, Dekubitus- und Pneumonieprophylaxe gute Behandlungsergebnisse. Deswegen sind sie Kernpfeiler der Behandlung von FSME bei Hunden.

Eine Behandlung mit Cortison wird zurzeit immer noch kontrovers diskutiert und sollte je nach Krankheitsverlauf entschieden werden.

Auwaldzecke HundDie Auwaldzecke

Der Biss einer Auwaldzecke können Babesien übertragen, welches einzellige Organismen sind. Diese Erreger befallenen die roten Blutkörperchen und vermehren sich schnell. Dies führt dann meist zu einer so genannten Babesiose beim Hund.

Babesiose beim Hund

In Deutschland tragen rund 0,5 % aller Auwaldzecken den Babesioseerreger in sich.

Babesiose Symptome
Babesiose Symptome äußern sich nach 1 bis 3 Wochen mit recht hohem Fieber mit bis zu 42 °C, durch die der Hund unter Umständen sterben kann. Oft ist der Urin des Hundes von einer dunkelbraunen Farbe, bedingt durch das Absterben der roten Blutkörperchen, gekennzeichnet. Nach dem Abklingen der Fieberschübe folgt meist Gewichtsverlust durch Appetitlosigkeit und zunehmende Blutarmut sowie die Gefahr eines Nierenversagens.
Im weiteren Verlauf der Krankheit kann es am Auge des Hundes zu Netzhautablösungen und epileptischen Anfällen sowie Bewegungsstörungen kommen.

Babesiose Behandlung

Babesiose beim Hund wird mittels dem Wirkstoff „Imidocarb Dipropionat“ behandelt. Dieser ist jedoch in Deutschland nicht zur Anwendung am Hund zugelassen. Aus diesem Grund ist es schwierig eine Behandlung mit diesem Wirkstoff zu bekommen. Eine Impfung gegen Babesiose ist jedoch über einen in Europa zugelassenden Wirkstoff möglich.

Braune HundezeckeDie Braune Hundezecke

Die braunen Zecken beim Hund sind in Deutschland normalerweise nicht heimisch. Jedoch können sie sich durch eingereiste Tiere bis zum Winter vermehren und überleben. Die braune Hundezecke ist Träger der Krankheiten Ehrlichiose , Hepatozoonose und der Zeckenparalyse.

Ehrlichiose beim Hund

Für Ehrlichiose Erkrankungen beim Hund ist das Bakterium Ehrlichia canis verantwortlich. Der Erreger schwächt das Immunsystem durch Befallen der weißen Blutkörperchen und Lymphozyten des Hundes.

Ehrlichiose Symptome
Die Ehrlichiose ist eine sehr schleichend verlaufende Krankheit, es dauert meist mehrere Jahre bis Krankheitssymptome auftreten. Zu den Anfangssymptomen der Krankheit gehören allgemeine Schwäche und Appetitlosigkeit. Im weiteren Verlauf der Krankheit wird oft von Nasenbluten berichtet.
Doch dies sind noch nicht alle Symptome. Es können im weiteren Verlauf der Krankheit Blut in Kot und Urin sowie Bluthusten und Blutergüsse in der Gelenkgegend vorkommen.

Ehrlichiose Behandlung
Die Behandlung einer Ehrlichiose erfolgt über eine vierwöchige Gabe des Wirkstoffes Doxycyclin mit 10 mg pro KG Körpergewicht des Hundes.

Zecken auf Klebeband

Hepatozoonose beim Hund

Eine Hepatozoonose wird durch den Biss einer infizierten Zecke und den dadurch übertragenen Einzellern Hepatozoon canis ausgelöst. Ein Ausbruch der Krankheit ist jedoch nur bei geschwächtem Immunsystem des Hundes bedrohlich.

Hepatozoonose Symptome
Eine Infektion mit Hepatozoonose verläuft bei einem gesunden Hund vollkommen symptomfrei. Jedoch kann es bei Tieren mit geschwächtem Immunsystem zu ernsten Symptomen kommen. Beispielsweise wie Abmagerung, Lymphknotenschwellung, Blutarmut und hohes Fieber. Das kann für den Hund lebensbedrohlich sein.

Hepatozoonose Behandlung
Bisher gibt es leider keine Behandlungsmöglichkeit welche die Erreger der Hepatozoonose vollkommen abtötet. Deshalb kann der Hund nur symptomatisch mit Antibiotika behandelt werden. Weiterhin wird bei einer Leberentzündung eine Therapie mit einer Hundediät und Medikamenten verordnet.

Zeckenparalyse beim Hund

Zeckenparalyse wird durch den Biss der braunen Hundezecke ausgelöst. Diese indiziert beim Beißen des Hundes Nervengifte die die Bissstelle betäuben. Abhängig vom Immunsystem des Hundes kann dies in seltenen Fällen eine lähmende Wirkung haben.

Zeckenparalyse Symptome
Erste Symptome einer Zeckenparalyse auch als Zeckenlähmung bekannt treten beim Hund recht schnell auf. Oft wird der Hund wenige Tagen nach dem Zeckenbiss zunehmend bewegungsfaul und schläfriger. Im weiteren Verlauf der Krankheit tritt eine Lähmung der Hinterbeine auf. Wird die Lähmung nicht behandelt, breitet sie sich weiter aus. Sobald die Atemmuskulatur des Hundes von der Lähmung betroffen ist, endet es mit dem Tod des Hundes.

Zeckenparalyse Behandlung
Es gibt, zurzeit kein Behandlungsmittel gegen Zeckenparalyse. Die effektivste Behandlungsmöglichkeit ist die Zecken beim Hund so schnell und gründlich wie möglich vom Hund zu entfernen. Danach werden keine neuen Nervengifte in die Blutbahn des Hundes geleitet und die Symptome sollten schnell abklingen. Der Hund sollte sich binnen wenigen Tagen vollkommen von der Hundelähmung erholt haben.